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Malteser Hamburg

Katastrophenschutz

Schneesturm, Überschwemmungen oder Massenkarambolagen: Muss vielen Menschen akut geholfen werden, kommt der Katastrophenschutz zum Einsatz.

Die ehrenamtlichen Helfer des Katastrophenschutzes sind zur Stelle, wenn die Kräfte des Rettungsdienstes und der Feuerwehr nicht ausreichen. Bund und Länder unterstützen die Arbeit der Malteser im Katastrophenschutz materiell und fördern mit einem finanziellen Beitrag die Einsatzfähigkeit.

Malteser und Behörden bilden eine bewährte Partnerschaft zum Schutz der Bevölkerung bei außergewöhnlichen Ereignissen.

Ihr Ansprechpartner vor Ort:

Stefan Holz
Leiter Einsatzdienste (Sanitätsdienst/Katastrophenschutz)
Tel. (0170) 5624761
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Die Malteser in Hamburg sind seit vielen Jahren im Bereich des Katastrophenschutzes tätig  und können sich auf ihre qualifizierten Helferinnen und Helfer verlassen. Natürlich arbeiten sie eng mit Feuerwehr und anderen Hilfsorganisationen zusammen.

Die Tätigkeitsschwerpunkte im Einsatzfall der Ehrenamtlichen sind:
• Transport von Personen
• Behandlung von Verletzten und
• Betreuung von Betroffenen


Der Fuhrpark umfasst neben eigenen Fahrzeugen, auch Fahrzeuge und Material des Landes (Freie und Hansestadt Hamburg) und des Bundes.
Die Gliederung Hamburg ist in einer der zwei in Hamburg stationierten Medizinischen Task Force (MTF) eingebunden. Dieser taktische Groß-Verband ist so aufgestellt, dass er im Katastrophenfall 48 Stunden autark Verletzte versorgen, dekontaminieren und abtransportieren kann.

Um adäquat die Einsatzkräfte, aber auch das nötige Material zu koordinieren, stehen sowohl besondere Führungsmittel (u.a. Kommandowagen, Stabs-Unterstützungs-Software), als auch ein großes Katastrophenschutzlager zur Verfügung.

Informationen zum Katastrophenschutz der Stadt Hamburg
Weitergehende Informationen vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

Einer der Schwerpunkte der Einsatzdienste der MHD in Hamburg ist die Behandlung von Verletzten.
Kommt es in der Hansestadt oder in deren Umland zu einem Großschadensereignis, können die Gefahrenabwehrbehörden (Behörde für Inneres und Sport (inkl. Feuerwehr)) auf die leistungsstarke Mannschaft des Malteser Hilfsdienstes zurückgreifen. Für den Ernstfall wird umfangreiches Material vorgehalten.

Am Standort steht zum Beispiel ein nach DIN 75079 ausgestattetes Notarzteinsatzfahr-zeug bereit, das den Notarzt und dessen Ausrüstung schnell zur Einsatzstelle bringen kann.
 
Seit 2012 besitzen die Hamburger Malteser zwei Fahrzeug-Gespanne, bestehend aus jeweils einem Mehrzweckfahrzeug und einem Anhänger, indem eine Sanitätsstation integriert ist. Die Mehrzweckfahrzeuge führen stets Material zur Erstversorgung von Patienten mit. Außerdem ist eine Laderampe vorhanden, um z.B. bei Evakuierungen Rollstuhlfahrer sichertransportieren zu können. Der Behandlungsraum bietet Platz, um zwei liegende Patienten gleichzeitig zu behandeln.

Darüber hinaus werden im Katastrophenschutzlager eine große Menge an Zelten und dessen Ausstattung bereitgehalten. Je nach Einsatzauftrag kann so, bis zu der Größe eines Behandlungsplatzes (= Einrichtung mit einer vorgegebenen Struktur, an der Verletzte/ Erkrankte nach Sichtung notfallmedizinisch versorgt werden und von der der Transport in weiterführende medizinische Versorgungseinrichtungen
erfolgt. Aus DIN 13050) - rein auf Zeltbasis - errichtet werden. Dieser  Behandlungsplatzkann bei allen möglichen Witterungsbedingungen betrieben werden, denn die Zelte sind mit Beleuchtung und Heizung ausgestattet.

Im Frühjahr 2013 wurde der Patiententransportzug Hamburg (PTZ HH) in die Dienst gestellt. Zusammen mit den anderen Hilfsorganisationen wurden dazu sämtliche in Hamburg stationierte Notfall-Krankentransportwagen (N-KTW) zu einer taktischen Einheit zusammengefasst.

Diese kann durch die Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg alarmiert werden. So stehen zum Beispiel bei Evakuierungen bis zu 22 N-KTWs zur Verfügung. Bei Bedarf kann der PTZ durch Mehrzweckfahrzeuge (siehe „Behandlung“) verstärkt werden.

Im Rahmen der Implementierung der Medizinische Task Force (MTF) durch das Bun-desamt für Bevölkerungshilfe und Katastrophenschutz (BBK) sind im ganzen Bundes-gebiet solche  N-KTWs verteilt worden. Die Hamburger Malteser erhielten im Zuge dieser Aktion drei solcher N-KTWs. Ausgestattet sind die N-KTWs des Typs B nach DIN 1789 (Ausstattung für die Notfallversorgung: medizinisches Material, automatischer externer Defibrillator (AED), med. Sauerstoff) und sie können jeweils bis zu zwei Patienten gleichzeitig liegend transportieren.

Als besondere Aufgabe obliegt den Maltesern in Hamburg bei gefährlichem Hochwasser die Betreuung der Fluchtburgen und von Notunterkünften.
Aber auch bei Evakuierungen für Blindgänger-Entschärfungen werden Notunterkünfte der Hansestadt geöffnet. Die jeweils zuständige Hilfsorganisation hat dann die Aufgabe, die Unterkunft zu öffnen, die dort aufgenommen Personen zu registrieren und zu betreuen. Zur Zuführung von Personal und Material besitzt die Gliederung Hamburg einen Betreuungs-Kombi und einen Betreuungs-LKW.

Um den Betroffenen den Aufenthalt in einer Notunterkunft so angenehm wie möglich zu bereiten, werden Sitz- aber auch Liegemöglichkeiten, sowie Kalt- und Warmgetränke bereitgestellt. 

Sollten die baulichen Notunterkünfte nicht mehr ausreichen, können die Malteser auch mittels Zelten Unterkünfte erstellen, so genannte Betreuungsstellen. Auf Grund der vorgehaltenen Technik kann dies zu jeder Tages- und Jahreszeit geschehen.

Weitere Informationen


Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE72 3706 0120 1201 2240 19  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7