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Malteser Hamburg

2016

Ein großes Dankeschön für eine tolle Spendenaktion

Bereits zum vierten Mal unterstützte das Basarteam der Kirchengemeinde Heilig Kreuz in Volksdorf die Arbeit des ambulanten Kinder-und Jugendhospizdienstes des Malteser Hospiz-Zentrums Bruder Gerhard mit einer großzügigen Spende in Höhe von 740 Euro.

Das Basarteam gestaltete und verkaufte den Volksdorfer-Spenden-Adventskalender. Hinter den nummerierten Türchen waren viele Chancen verborgen, attraktive Preise zu gewinnen, die rund 40 großzügige Geschäftsleute aus Volksdorf und Umgebung spendeten. Wer einen der fast 500 verkauften Kalender erwarb, unterstützte damit zwei Kinderhilfsprojekte in Volksdorf. Einen Teil des Erlöses erhielt der Kinder-und Jugendhospizdienst der Malteser. Wir freuen uns sehr über diese wertschätzende Unterstützung und bedanken uns beim Basarteam, allen Sponsoren und allen, die den Kalender gekauft haben.


Zukünftige Hospizbegleiter erlernen Grundlagen der Sterbebegleitung

Foto: Malteser Hospiz-Zentrum

Wer andere Menschen während der letzten Wochen, Tage und Stunden ihres Lebens begleiten möchte, braucht eine umfangreiche Vorbereitung auf den Einsatz. 13 Teilnehmer haben den Kurs „Sterbende begleiten lernen“ im Malteserstift Bischof-Ketteler am Samstag, 17. Dezember erfolgreich abgeschlossen. Die Themen Leben, Sterben, Krankheit, Abschied und Tod, die Ideen und Ziele der Hospizbewegung, Nähe und Distanz, Kommunikation und das Ehrenamt standen an den zehn Kurstagen auf dem Programm. Auf den Grundkurs folgt ab Mitte Januar ein begleitetes Praktikum im Malteserstift Bischof-Ketteler, wo die angehenden Hospizbegleiter erste praktische Erfahrungen im Hospizbereich sammeln können. Die drei Kursleiter Uwe Enenkel, Claudia Trilk und Corinna Woisin freuen sich über die hochmotivierten und engagierten neuen ehrenamtlichen Begleiter, von denen drei im Pflegebereich arbeiten und neun sich für die Hospiztätigkeit entschieden haben.


Ausstellungseröffnung 25 Jahre – 25 Gesichter – 25 Geschichten

"Das ist ein großartiger Abschluss eines großartigen Jahres", begrüßte Diözesanleiter Andreas Damm die rund 50 Gäste, die am Freitagabend, 9. Dezember zur Vernissage ins Malteser Hospiz-Zentrum gekommen waren. "Für mich ist das 25-jährige Jubiläum der Hospizarbeit der Malteser Hamburg das Highlight dieses Jahres gewesen", so Damm. "Gesicht zeigen, ist wichtig und dass Sie es getan haben und sich selbst Texte ausgedacht haben und das oft auch mit einem zwinkernden Auge auf ihr Ehrenamt, finde ich toll." Damm dankte Grafiker Morton Hümpel für seine Arbeit. Dieser hatte ehrenamtlich ausdrucksstarke Bilder mit grafischen Elementen zu einem beeindruckenden Gesamtkunstwerk zusammengefügt. Corinna Woisin, Leiterin des Malteser Hospiz-Zentrums, betonte, dass das Ehrenamt das Fundament der ambulanten Hospizarbeit sei. Mit ihrem Team hätte sie 25 Personen ausgewählt, die stellvertretend für die Arbeit aller Ehrenamtlichen in der Kinder- und Jugendhospizarbeit, in der Sterbebegleitung und in der Trauerarbeit aktiv seien. "Die Buntheit der Werke spiegelt die Unterschiedlichkeit in den Begleitungen aller Hospizhelfer wider", sagte Woisin. Momentan seien fast 150 Menschen ehrenamtlich für das Hospiz-Zentrum im Einsatz. Corinna Woisin und Astrid Karahan würdigten und verabschiedeten zwei Hospizbegleiterinnen für ihre langjährige Mitarbeit: Rotraut Mohr, die seit 25 Jahren tätig war sowie Ute Fröhlich, die seit 20 Jahren Menschen am Ende ihres Lebens für die Malteser begleitet hat. Rotraut Mohr hatte vor 25 Jahren maßgeblich die Trauerarbeit am Malteser Hospiz-Zentrum aufgebaut und engagierte sich viele Jahre im Vorstand des Hospiz-Freundeskreises. "Du warst immer an der Seite der Mitarbeiterinnen und für uns jeder Zeit ansprechbar, wenn Not am Mann war", erinnerte Corinna Woisin. Der Hospiz-Freundeskreis Bruder Gerhard hat die Ausstellung finanziert, die, nach vorheriger Terminvereinbarung, noch bis zum 9. März in den Räumen des Hospiz-Zentrums zu sehen ist.  


Wenn Weihnachten voll Trauer ist – die Trauerangebote des Malteser Hospiz-Zentrums rund um die Feiertage

Foto: Rainer Sturm/pixelio.de

Familienfeste führen Hinterbliebenen den Verlust eines nahestehendenden Menschen oft besonders deutlich vor Augen. Die Mitarbeiter des Malteser Hospiz-Zentrums Bruder Gerhard möchten auch in dieser schwierigen Zeit für trauernde Menschen da sein. Daher öffnet das Café für Trauernde im Malteser Hospiz-Zentrum am Mittwoch, 29. Dezember seine Türen (Halenreie 5). Von 16 bis 18 Uhr haben Trauernde die Möglichkeit, bei selbstgebackenem Kuchen und einer Tasse Kaffee mit anderen Betroffenen ins Gespräch zu kommen. Auch für Beratungsgespräche stehen die Mitarbeiter des Hospiz-Zentrums rund um die Feiertage zu Verfügung. Fragen beantwortet Claudia Trilk vom Malteser Hospiz-Zentrum gerne unter Telefon 040 603 3001 oder per E-Mail an claudia.trilk(at)malteser(dot)org.


Hospiz-Zentrum freut sich über Spende

Foto: Lisa Spreckelmeyer / pixelio.de

Bereits zum fünften Mal hat die Skatgemeinschaft Hummelsbüttel das Malteser Hospiz-Zentrum mit einer großzügigen Spende bedacht. 35 Spieler haben insgesamt rund 420 Euro für die ambulante Hospizarbeit gespendet.
Der langjährige Spielleiter Jürgen Sander besuchte das Hospiz-Zentrum am Montag, 14. November und überreichte die Spende. Corinna Woisin, Leiterin des Hospiz-Zentrums, bedankte sich im Namen des gesamten Teams: "Wir sind begeistert von dieser verlässlichen Wertschätzung unserer Hospizarbeit und bedanken uns bei allen Spendern recht herzlich!"


„Hand in Hand für Norddeutschland“: NDR Aktion zugunsten schwerstkranker Menschen beginnt

Unterstützen Sie die Arbeit des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbandes. Foto: NDR

Hamburg/Berlin. Mit seiner Benefizaktion „Hand in Hand für Norddeutschland“ will der NDR in diesem Jahr schwerstkranken und sterbenden Menschen sowie ihren Angehörigen helfen. Partner der Aktion ist der „Deutsche Hospiz- und PalliativVerband e. V.“ (DHPV) mit seinen Organisationen in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg. Im Aktionszeitraum vom 5. bis zum 16. Dezember berichten alle NDR Radioprogramme, das NDR Fernsehen und das Internet-Angebot NDR.de über die Hospiz- und Palliativ-Arbeit im Norden, stellen Projekte sowie Helferinnen und Helfer vor und rufen zu Spenden auf. Diese kommen zu 100 Prozent Projekten des DHVP in Norddeutschland zugute.

NDR Intendant Lutz Marmor: „Tod und Sterben sind noch immer Tabuthemen. Mit ‚Hand in Hand für Norddeutschland‘ möchten wir in diesem Jahr dazu beitragen, dass die Hilfsangebote für schwerstkranke und sterbende Menschen stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken und die Arbeit der vielen ehrenamtlichen Helfer im Hospiz- und Palliativbereich im Norden noch besser unterstützt werden kann.“
Prof. Dr. Winfried Hardinghaus, Vorstandsvorsitzender des DHPV: „Wir freuen uns auf die Aktion mit dem NDR. Sie wird – neben der praktischen Unterstützung – dazu beitragen, die Lebensthemen Krankheit, Sterben und Tod weiter ins öffentliche Bewusstsein zu bringen und für eine Kultur der Wertschätzung gegenüber kranken und sterbenden Menschen zu sensibilisieren.“

Zusätzlich zu den Programmaktionen wird es am 3., 8. und 9. Dezember in Hamburg bzw. Hannover Benefizkonzerte geben, bei denen die Künstlerinnen und Künstler unentgeltlich auftreten. NDR 1 Welle Nord, NDR 2 und das NDR Landesfunkhaus Hamburg sammeln zudem mit Versteigerungen Spenden für den guten Zweck. Nicht zu vergessen die Sendung „DAS!“, die bereits im September ihr Rotes Sofa für 11.000 Euro versteigert hat.

Am Freitag, 16. Dezember mündet „Hand in Hand für Norddeutschland“ in den großen Spendentag: Von morgens bis abends nehmen zahlreiche Prominente sowie NDR Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter telefonisch Spenden entgegen. Die Liste der freiwilligen Helferinnen und Helfer liest sich streckenweise wie ein norddeutsches „Who’s Who“ – dabei sein möchten u. a. Torsten Albig, Stephan Weil, Boris Pistorius, Peter Harry Carstensen, Rudolf Seiters, Kirsten Bruhn, Bastian Dankert, Till Demtroeder, Arved Fuchs, Martin Kind, Lotto King Karl, Heinz-Rudolf Kunze, Dirk Luther, John Neumeier, Hinrich Romeike, Katrin Sass und Hinnerk Schönemann.
Im NDR Fernsehen präsentieren Judith Rakers und Jörg Pilawa ab 20.15 Uhr die Live-Sendung „Hand in Hand für Norddeutschland - Der große NDR Spendenabend“. Darin empfangen sie u. a. den Leiter des Hospizes Leuchtfeuer, Ulf Bodenhagen, sowie die Gründerin des Hospizes Sternenbrücke, Ute Nerge. Während des Abends nehmen an den Telefonen im Studio prominente Gäste weiterhin Spenden entgegen, darunter Nina Bott, Yasmina Filali, Michael Fitz, Volker Lechtenbrink, Lutz Marmor, Wolfgang Trepper, Saskia Valencia sowie Elke Wiswedel und Jens Mahrhold von NDR 2. Als Musikacts sind dabei u. a. Michelle, Max Giesinger, Silbermond und Matt Simons sowie der Poetry-Slammer Dominik Bartels, der sich mit dem Thema Tod und Sterben befasst. Im Anschluss setzt die „NDR Talk Show“ live ab 22.00 Uhr den Spendenaufruf fort und informiert über den aktuellen Spendenstand. Die zentrale kostenfreie Spenden-Telefonnummer ist 08000 637000.

Das Spendenkonto für die Aktion ist eingerichtet bei der Bank für Sozialwirtschaft, IBAN: DE 47 251 205 100 100 100 100, Kontoinhaber: Deutscher Hospiz- und Palliativ-Verband e. V.; Spendenzweck: Hand in Hand 2016. Zuschauer, Hörer und Internet-Nutzer können per Online-Überweisung, in allen Banken und Sparkassen sowie über www.NDR.de/handinhand spenden.

Ziel der Hospiz- und Palliativarbeit ist es, Menschen durch Zuwendung und Unterstützung ein Sterben in Würde zu ermöglichen. Dazu gehören größtmögliche Autonomie bis zuletzt, Schmerzfreiheit und Geborgenheit in vertrauter Umgebung und im Kreis der Familie und Freunde, palliativmedizinische und -pflegerische Betreuung sowie verlässliche psychosoziale wie spirituelle Begleitung. Im DHPV, dem Dachverband von bundesweit mehr als 1000 Hospizvereinen und Palliativeinrichtungen, sind mehr als 100.000 Menschen vor allem ehrenamtlich und bürgerschaftlich engagiert.

Die Partner der NDR Benefizaktion „Hand in Hand für Norddeutschland“ wechseln jedes Jahr. Bisherige Partner waren die vier norddeutschen Landesverbände des Deutschen Kinderschutzbundes in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg, die Deutsche Kinderkrebsstiftung, die norddeutschen Tafeln, die vier Landesverbände der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) und – im vergangenen Jahr - der Paritätische Wohlfahrtsverband mit seiner Flüchtlingshilfe.

Weitere Informationen zur NDR Benefizaktion finden Sie im Internet unter www.NDR.de/handinhand


Großes Interesse an der Hamburger Hospiz-Woche

Benefizkonzert zugunsten der Volksdorfer Hospizarbeit. Foto: Andrea Thiessel

Gut besucht war der Infoabend zum Thema „Sterbende begleiten lernen“, der am vergangenen Dienstag, 11.10., im Rahmen der Hamburger Hospiz-Woche stattfand. 22 Interessierte waren ins Malteserstift Bischof-Ketteler gekommen, wo sie Informationen über die Inhalte des Schulungskurses erhielten. Anschaulich wurden die Aufgaben eines ehrenamtlichen Sterbebegleiters erklärt und erläutert, was es bedeutet, Sterbenden in ihrer letzten Lebensphase beizustehen und auch Ansprechpartner für deren Angehörige zu sein. Ziel des Schulungskurses, den das Team des Malteser Hospiz-Zentrums anbietet, ist es, für das Malteserstift Bischof-Ketteler eigene Sterbebegleiter zu schulen.

Auch die beiden anderen Veranstaltungen, die innerhalb der Hamburger Hospizwoche unter Beteiligung des Malteser Hospiz-Zentrums stattfanden, waren gut besucht:
180 Zuhörer fanden am Mittwoch, 12.10., den Weg in die Kirche am Rockenhof, wo der Johannes-Brahms-Chor und das Ensemble Con Brio zugunsten der ambulanten und stationären Hospizarbeit in Volksdorf auftraten. Für die Spende in Höhe von gut 1.300 Euro bedanken sich das Diakonie-Hospiz Volksdorf und das Malteser Hospiz-Zentrum!
„Jung trifft alt – alt trifft jung“ unter diesem Motto steht ein generationenübergreifendes Buchprojekt, das am Donnerstag, 13.10., Thema war. Zur Lesung mit Schriftstellerin und Malerin Marie-Thérèse Schins waren 20 Zuhörer ins Malteser Hospiz-Zentrum gekommen. In ihrem Buch „Robert und Frau Meyer“ geht es um die ungewöhnliche Freundschaft zwischen einen Jungen und einer 92-jährigen alten Dame, und darum, zu lernen, wie man Abschied nimmt.


Leben bis zuletzt - andere Menschen im Sterben begleiten

Bernd Morgenthal engagiert sich als Sterbebegleiter. Foto: Sabine Wigbers

„Nehmen Sie sich doch einen Stuhl!“ Kommt diese Aufforderung, weiß Bernd Morgenthal, dass er die erste kleine Hürde genommen hat und erwünscht ist. Der 72 Jährige engagiert sich als ehrenamtlicher Sterbebegleiter. Für das Malteser Hospiz-Zentrum ist er regelmäßig bei schwerstkranken Menschen im Einsatz. „Ich bin einfach für sie da und höre ihnen zu.“

Das Hospiz-Zentrum sucht aktuell für Schnelsen und Umgebung Interessierte  jeden Alters, die sich wie Bernd Morgenthal ehrenamtlich für Menschen, die am Ende ihres Lebens stehen, einsetzen möchten. Dazu findet am 11. Oktober um 18.30 Uhr im Malteserstift Bischof-Ketteler (Kettelerweg 5) ein Infoabend statt, der über die Schulung neuer Ehrenamtlicher informieren will.

„Als ich vor etwa drei Jahren die Schulung besucht habe, war ich anfangs sehr überrascht, denn beim Blick in die Runde stellte ich fest, wer noch teilnahm:  zehn eher jüngere Frauen und sogar vier Männer. Es war eine ziemlich bunte Gruppe von 23 bis 73 Jahren.“
Weshalb widmet sich Bernd Morgenthal in seiner Freizeit einem Thema wie Tod und Sterben? „Ich mag die Begegnung mit den unterschiedlichen Menschen und ihren Angehörigen. Bei jedem neuen Kontakt darf ich ein wenig in das Leben der Schwerkranken eintauchen, wir sprechen viel mehr über das Leben, das mit seinem Schönen hinter ihnen liegt als über das Sterben. Aber  vor allem darf ich daran mitwirken, die Zeit, die ihnen noch bleibt, so angenehm wie möglich zu gestalten. Wenn ich erlebe, dass ich ihnen wirklich helfen kann, macht mich das glücklich.“
Ehrenamtliche wie Bernd Morgenthal werden durch das Hospiz-Zentrum intensiv geschult, sie besuchen einen  50-stündigen Grundkurs sowie ein anschließendes Praktikum. Kursinhalte sind unter anderem das Ziel der Hospizbewegung „Leben bis zuletzt“, die persönliche Auseinandersetzung mit Leben und Sterben, die Bedürfnisse Sterbender, Kommunikation mit Sterbenden, Trauer und Wege aus der Trauer heraus zu finden.
 
Positiv an die scheinbar ausweglose Situation heranzugehen hat der 72-jährige Ehrenamtliche in seiner Schulung gelernt. „Ich frage immer wieder danach, was die Person, die ich besuche, denn noch kann? Und nicht danach, was alles nicht mehr geht.“ Und ein Strahlen geht über sein Gesicht, als er sich an eine Begegnung erinnert, bei der er einen letzten Wunsch zu erfüllen half. „Da war eine junge Frau, die wollte ihren letzten Geburtstag so richtig feiern. Also haben wir mit ihr gefeiert und organisiert, dass sie am Ende des Tages sogar ein großes Musical besuchen konnte. Mich macht es unglaublich stolz, dazu ein wenig beigetragen zu haben.“

Dankbarkeit und Wertschätzung dürfen Ehrenamtliche für ihren Einsatz erwarten. Und die Gewissheit, dass sie einem Menschen am Ende seines Lebens beigestanden haben. Wer sich für das Thema Sterbebegleitung interessiert und selbst geschult werden möchte, wendet sich an das Malteser Hospiz-Zentrum, Ansprechpartner ist Uwe Enenkel, Tel. (040) 6033001, E-mail: hospiz-zentrum.hamburg(at)malteser(dot)org.


Benefizkonzert mit dem Johannes-Brahms-Chor, dem Instrumentalkreis Con Brio und Lesung

Ein Benefizkonzert mit dem Johannes-Brahms-Chor und dem Instrumentalkreis Con Brio zugunsten der ambulanten und stationären Hospizarbeit in Volksdorf findet am Mittwoch, 12. Oktober um 19 Uhr (Einlass 18:30 Uhr) in der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Volksdorf (Rockenhof 5) statt. Der Eintritt ist frei, wir bitten um eine Spende. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Andreas Hausberg unter Tel. 6 44 11 53 30 oder per E-Mail an info(at)diakonie-hospiz-volksdorf(dot)de.


Lesung: "Jung trifft alt - alt trifft jung!"

Im Rahmen der Hamburger Hospiz-Woche liest die Autorin Marie-Thérèse Schins aus ihrem Buch "Robert und Frau Meyer". Kinder und alte Menschen kommen sich schrittweise näher und lernen von einander zum Thema Abschied. Herzliche Einladung zur Autorenlesung über das  Buchprojekt am Donnerstag, 13. Oktober um 18 Uhr im Malteser Hospiz-Zentrum Bruder Gerhard (Halenreie 5). Wir bitten um Anmeldung unter Telefon 040/ 603 30 01. Kostenlose Veranstaltungen der Hamburger Hospizwoche 2016 unter www.welthospiztag-hamburg.de


Sommerliches Familienfest für Klein und Groß

Klinik-Clown Wu spaßte beim Filzen mit den Gästen. Foto. Stefanie Langos

Den fünften Geburtstag des ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes feierten am Samstag, 10. September ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter und Familien betreuter Kinder des Malteser Hospiz-Zentrums in Volksdorf. Neben einem Spendenlauf lockte auch das Familienfest mit den Klinik-Clowns, Zauberer Sascha und vielen bunten Spiel- und Mitmachangebote in den Garten der traditionsreichen Villa in der Halenreie 5. Ein weiteres Highlight war die Eröffnung der Ausstellung "First Steps" von Gloria Garrels. Es lohnte sich genauer hinzuschauen: Mit Lupen konnten die rund 60 Besucher der Vernissage auch kleinste Details in den Doodles der jungen Künstlerin entdecken. "Deine Zeichnungen haben etwas sehr Hospizliches", so Ramona Bruhn-Tobler, Leiterin des Kinder- und Jugendhospizdienstes. "Denn", so Tobler-Bruhn weiter, "sie brauchen Zeit, gute Wahrnehmung, ein intensives Sehen." Alle Bilder stellten einen wichtigen ersten Schritt auf ihrem Lebensweg dar, erzählte die Künstlerin zur Eröffnung der kleinen Schau. Die Malteser danken allen, die diesen Tag für die Kinder so besonders gemacht haben.


Fünf Jahre Kinder und Jugendhospizarbeit: Familienfest, Spendenlauf, Ausstellungseröffnung am 10. September

Ramona Bruhn-Tobler (l.) und die Künstlerin Gloria Garrels. Foto: Stefanie Langos

Das große Familienfest im und um das Malteser Hospiz-Zentrum in Volksdorf (Halenreie 5) findet am Samstag, 10. September statt. Von 12 bis 14 Uhr gibt es einen Spendenlauf um die Volksdorfer Teichwiesen, dafür suchen die Malteser noch Mitläufer. Die Distanz einer Runde beträgt rund zweieinhalb Kilometer. Die Glücksspirale und Hamburg Airport spenden dann für die zurückgelegte Laufdistanz. Die Startspende für Erwachsene beträgt zehn, für Kinder fünf Euro. Der Erlös geht an die Kinder- und Jugendhospizarbeit der Malteser. Umkleiden und Duschen können Läufer im Walddörfer Sportverein (Halenreie 34)  nutzen. Die Läufer erhalten unterwegs Wasser und Obst. Anmeldungen unter Tel. 040/ 603 3001 oder per E-Mail an hospiz-zentrum.hamburg(at)malteser(dot)org.

Um 13 Uhr startet das Gartenfest mit kreativen Angeboten für die ganze Familie. Ab 14 Uhr eröffnet die junge Künstlerin Gloria Garrels die Ausstellung „First Steps“ und um 15 Uhr erwartet Zauberer Sascha Groß und Klein. Zu den weiteren Angeboten zählen Kinderschminken und Filzen. Außerdem kommen die Klinik-Clowns zum Familienfest, die Besucher können einen Rettungswagen besichtigen und frisch gebackene Waffeln, Kaffee, Kuchen und Würstchen genießen.


Sterbende begleiten lernen - neuer Kursdurchgang

Foto: Luise/pixelio.de

Das Malteser Hospiz-Zentrum Bruder Gerhard und das Malteserstift Bischof-Ketteler starten ab Oktober einen neuen Grundkurs für die Befähigung von ehrenamtlichen Hospizbegleitern und -begleiterinnen. Der Kurs umfasst 50 Unterrichtsstunden von Oktober bis Dezember 2016. Im Anschluss an den theoretischen Teil des Grundkurses können die Teilnehmer ein Praktikum im Malteserstift absolvieren. Zum Kursabschluss erhalten die Absolventen ein Zertifikat. Die Kosten betragen 130 Euro inklusive Arbeitsmaterialien und Pausenverpflegung.

Interessierte können sich am Dienstag, 11. Oktober von 18:30 bis 20:30 Uhr beraten lassen. Der Informationsabend findet in den Räumen des Malteserstifts Bischof-Ketteler (Kettelerweg 5) statt. Wir bitten um Anmeldung. Uwe Enenkel vom Malteser Hospiz-Zentrum beantwortet Ihre Fragen gerne unter Tel. 040 603 3001 oder per E-Mail an hospiz-zentrum.hamburg(at)malteser(dot)org.


Spendenlauf zugunsten der Kinder- und Jugendhospizarbeit

Ab in die Laufschuhe für die Kinder- und Jugendhospizarbeit. Auch Hamburg Airport und die Glücksspirale unterstützen den Spendenlauf. Foto D.W./pixelio.de

Im Rahmen eines großen Familienfestes zum fünfjährigen Bestehen des ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes des Malteser Hospiz-Zentrums am Samstag, 10. September 2016 findet ein Spendenlauf zugunsten erkrankter Kinder statt. Die 2,5 Kilometer lange Strecke mit zwei Streckenposten verläuft um die angrenzenden Teichwiesen des Hospiz-Zentrums in Hamburg-Volksdorf und wir laden alle ein, daran teilzunehmen. Mit einer Startspende von 10 Euro für Erwachsene und 5 Euro für Kinder unterstützen Sie den ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser. Seit 25 Jahren begleiten geschulte ehrenamtliche Mitarbeiter schwerstkranke und sterbende Menschen in ihrer Häuslichkeit, im Jahr 2010 wurde das Angebot um den Bereich der Kinder- und Jugendhospizarbeit erweitert.

Wir freuen uns über jeden Läufer und jede Läuferin, möchten aber darauf hinweisen, dass die Teilnahme auf eigene Gefahr erfolgt. Die Teilnahmebedingungen des Spendenlaufs finden Sie hier.

Einladung zum Familienfest "5 Jahre Malteser Kinder- und Jugendhospizarbeit"


Fünf Jahre Kinder- und Jugendhospizarbeit – Familienfest am 10. September

Künstlerische Arbeit im Liegen - Gloria Garrels zeichnet an einem Doodle. Foto: Privat

Die Künstlerin Gloria Garrels und ihre Ausstellung „First Steps“
„Ich habe meine Erkrankung nie als großes Hindernis wahrgenommen, sie war einfach schon immer da“, sagt Gloria Garrels über die bei ihr diagnostizierte progressive Muskeldystrophie, eine angeborene Muskelerkrankung. Die 22-Jährige Hamburgerin sitz im Rollstuhl, eigenständig laufen hat sie nie gelernt. Eine Maschine unterstützt ihre Atmung. Ehrenamtliche Hospizbegleiter des Malteser Hospiz-Zentrums begleiten seit Januar 2011 Kinder und Jugendliche, die wie Gloria, eine lebensverkürzende Erkrankung haben. Auch ihre Familien, Geschwister und Kinder schwersterkrankter Eltern finden hier Unterstützung. Hilfesuchende können sich im Alltag begleiten und sich in Einzelgesprächen oder in einer Trauergruppe beraten lassen.

Seit fünf Jahren begleitet eine Ehrenamtliche des Kinder- und Jugendhospizdienstes auch Gloria Garrels „Nach einer Operation an meiner Wirbelsäule war ich sehr froh, dass mich Hemma Friedrich regelmäßig besucht hat. Besonders für meine Mutter war diese Unterstützung wichtig, weil sie dann mal für ein bis zwei Stunden das Haus verlassen konnte“, sagt sie. Die Hospizbegleiterin ist Ansprechpartnerin für Gloria Garrels Mutter und Vertraute für ihre Tochter. „Ich hatte viele Schmerzen. Die Besuche haben mich davon abgelenkt“, erzählt Gloria Garrels. Auch heute noch gehört dieser Austausch in ihren Alltag. „Wir reden über Musik, Politik, Religion oder Weltgeschehen. Das gibt mir neue Impulse und ist einfach gut für mich“, ist die 22-Jährige überzeugt. „Nach meiner OP bin ich kaum aus dem Haus gekommen, habe nur die Mitarbeiter vom Pflegedienst gesehen. Es war schön, dass jemand neue Gedanken mit in meinen Alltag brachte“, sagt sie rückblickend.

„Die Besuche sollen unterstützen. Dabei geht es mehr um den Alltag und darum, übers Leben zu philosophieren, nicht so sehr über die Erkrankung und das Sterben“, so Ramona Bruhn-Tobler, die den Kinder- und Jugendhospizdienst leitet. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Malteser Hospiz-Zentrums Bruder Gerhard wollen das Thema Kinder- und Jugendhospizdienst in die Gesellschaft tragen und Angst davor nehmen. „Uns ist es wichtig, einen Raum für Trauerarbeit für Kinder und Jugendliche zu schaffen, in dem sie aussprechen können, was sie beschäftigt“, so Ramona Bruhn-Tobler, Leiterin der Kinder- und Jugendhospizarbeit.

Derzeit gibt es etwa 30 ehrenamtliche Begleiter der Malteser im Kinder- und Jugendhospizdienst. „Wer bei uns aktiv werden möchte, sollte eine hohe Offenheit mitbringen und sich wertfrei auf eine Familie einlassen können“, so die Rehabilitationspädagogin. Ehrenamtler würden viele herausfordernde Situationen erleben. Der Hospizbegleiter solle an der Seite der Familie mitgehen und sich auf den Weg der Familie einlassen, sagt Bruhn-Tobler. „Ehrenamtliche sollten persönlich Verluste verarbeitet haben bevor sie in eine Hospizbegleitung gehen. Und eine gute Portion Teamgeist gehört auch dazu.“

Gloria Garrels kann zwar nicht mehr als 500 Gramm heben, schwach ist die junge Frau aber trotzdem nicht. Sie hat ihren Weg gefunden, mit ihrer Krankheit umzugehen. „Das Zeichnen eröffnet mir neue Perspektiven“, sagt sie. Ihre Werke bezeichnet sie als Doodle art. Es sind sehr filigrane Zeichnungen aus geschwungenen Linien, Schraffuren und kleinen Bildern. Wer genau hinschaut, entdeckt in einem Bild unzählige kleinere – beispielsweise ein prasselndes Lagerfeuer, ein Gitarre spielender Junge auf einem Baum oder auch ein Einhorn.

Ihre Zeichnungen gestalte sie immer für eine bestimmte Person. „Beispielsweise zeichne ich Passagen aus Liedtexten. Ich bin mit jeder Linie verbunden und in jeder Linie, die ich zeichne, steckt ein Teil von mir“, sagt die junge Frau. Ihre erste Ausstellung eröffnet Gloria Garrels am Samstag, 10. September um 14 Uhr im Malteser Hospiz-Zentrum (Halenreie 5) in Volksdorf. Die kleine Schau ist eines von zahlreichen Angeboten des Familienfestes anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Kinder- und Jugendhospizarbeit der Malteser. 


Kochen mit Trauernden am Freitag, 26. August ab 18 Uhr

Kochen verbindet auch in der Trauer. Foto: Rainer Sturm/pixelio

Viele Menschen stehen plötzlich vor der Situation, alleine am Tisch zu sitzen. Häufig fehlt die Kraft, Motivation und auch die Lust, für sich zu kochen. Gemeinsam fällt dies meist leichter. Am Freitag, 26. August findet von 18 bis 21 Uhr im Malteser Hospiz-Zentrum Bruder Gerhard das Kochen mit Trauernden statt. Wir kochen, reden, lachen, weinen und essen miteinander in einer kleinen Gruppe. Das Angebot kostet acht Euro pro Person. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, melden Sie sich daher bitte an. Mehr Informationen erhalten Sie bei Claudia Trilk unter Telefon 040/ 603 3001 oder per E-Mail an claudia.trilk@malteser.org. Wir freuen uns auf Sie!


Auf ins Lebens- und Trauercafé für Menschen mit und ohne Behinderung

Auch Menschen mit Behinderung brauchen Hilfe in ihrer Trauer. Foto: Ramona Bruhn-Tobler

Das „Lebens- und Trauercafé für Menschen mit und ohne Behinderung“ in Hamburg-Alsterdorf steht jeden ersten Donnerstag im Monat zwischen 16 und 18 Uhr in der Dorothea-Kasten-Straße 1f in Hamburg zur Verfügung, so auch am Donnerstag, 1. September. Ehrenamtliche Mitarbeiter des Malteser Hospiz-Zentrums Bruder Gerhard und dessen stellvertretende Leiterin Ramona Bruhn-Tobler, sowie Sabine Plohmann, Mitarbeiterin der alsterdorf assistenz west, gestalten und begleiten das Lebens- und Trauercafé.

Das Lebens- und Trauercafé wird von den Assistenzgesellschaften der Ev. Stiftung Alsterdorf – dies sind die alsterdorf assistenz ost und die alsterdorf assistenz west – und durch das Malteser Hospiz-Zentrum Bruder Gerhard getragen. Diese Kooperation im Bereich der Sterbe- und Trauerbegleitung ist in Hamburg bislang einmalig. 

Menschen mit Behinderung trauern wie Menschen ohne Behinderung und benötigen gleichermaßen Unterstützung und Begleitung. „Unser Bedürfnis ist, auch für trauernde Menschen mit einer geistigen Behinderung den Zugang zur Trauerbegleitung zu schaffen. Wir wollen ihnen wie Betroffenen ohne Behinderung die Möglichkeit geben, Menschen in der gleichen Lage kennenzulernen und gemeinsam mit ihnen ihrem individuellen Verlust Ausdruck zu verleihen“, sagt Ramona Bruhn-Tobler. Und Sabine Plohmann ergänzt: „Wir können das Wissen von Hospizarbeit und der Arbeit mit Menschen mit Behinderung nutzen und miteinander verbinden.“ Das Ziel ist, Menschen mit Assistenzbedarf langfristig den gleichen Zugang zu Hospiz-und Trauerangeboten zu bereiten und bei ihnen eine Kultur des Abschiednehmens zu fördern. Der Besuch des Lebens- und Trauercafés ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Nächster Termin des Lebens- und Trauercafés
Donnerstag, 1. September von 16 – 18 Uhr in der Dorothea-Kasten-Str. 1f, 22297 Hamburg-Alsterdorf.

Kontakt:
Ramona Bruhn-Tobler, Malteser Hospiz-Zentrum Bruder Gerhard, E-Mail: ramona.bruhn(at)malteser(dot)org, Tel.: 040 – 606 85 117 oder Sabine Plohmann, alsterdorf assistenz west, E-Mail: s.plohmann(at)alsterdorf-assistenz-west(dot)de, Tel.: 040 – 357 481 16


Neue Gesprächsgruppe für Trauernde ab 19. Oktober

Foto: Luise/pixelio.de

Trauer erlebt jeder Mensch auf seine ganz besondere Art und Weise. Jeder muss seinen Weg durch diese schmerzvole Zeit gehen. Es kann hilfreich sein, diese Zeit gemeinsam zu erleben. Wir begleiten Sie dabei und bieten Ihnen Unterstützung, um mit der veränderten Lebenssituation leben zu lernen. Ab Mittwoch, 19. Oktober treffen wir uns immer mittwochs von 10 bis 12 Uhr (insgesamt zehn Treffen). Die Kosten betragen 10 Euro pro Treffen. Dieses Angebot richtet sich an Trauernde, die das Gespräch mit anderen Betroffenen suchen. Vor der Teilnahme an der Gruppe findet ein  Orientierungsgespräch statt. Für nähere Informationen rufen Sie uns an. Claudia Trilk hilft Ihnen unter 040/603 3001 gerne weiter.


25 Jahre Dienst am Nächsten

Hospiz-Zentrum Bruder Gerhard feiert Jubiläum

Corinna Woisin (r.) dankt Dr. Karin Simmons für ihre langjährige Arbeit als Honorar-Mitarbeiterin. Foto: Judith Stieß

Mehr als 200 geladene Gäste nahmen am Freitag, 10. Juni an den Feierlichkeiten anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Malteser Hospiz-Zentrums Bruder Gerhard in Hamburg-Volksdorf teil. Nach Grußworten von Diözesanleiter Andreas Damm und Benno Bolze, Geschäftsführer des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbandes e.V., präsentierten Ehrenamtliche aus zehn Supervisionsgruppen eigene Beiträge und Gedanken zur Hospizarbeit der Malteser in Volksdorf. Bewegend und sehr eindrucksvoll war auch der Vortrag „Wer legt mir den letzten Mantel um?“ von Monika Müller, Pädagogin, Therapeutin und Supervisorin aus Bonn, über einen würdevollen Umgang mit Sterbenden. Dabei sprach sie auch über die Herausforderungen für Sterbebegleiter/innen.

Corinna Woisin, Leiterin des Hospiz-Zentrums, bedankte sich für die Unterstützung zahlreicher Förderer und Andreas Damm hob dabei das Engagement des Vorsitzenden des Hospiz-Freundeskreises Bruder Gerhard e.V., Peter J. Gerhartz, hervor, der den Verkauf des Hauses im Jahr 2000 erfolgreich verhinderte und so die Räumlichkeiten für das Hospiz-Zentrum erhalten konnte. Als symbolische Geste für seinen Einsatz überreichten ihm Diözesanleiter Andreas Damm und Diözesangeschäftsführer Alexander Becker das Verkaufsschild, das bislang im Keller stand.

Im Mittelpunkt des Jubiläums standen die ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter, die seit 25 Jahren schwerstkranke und sterbende Menschen auf ihrem letzten Weg begleiten. Seit 20 Jahren ist Dr. Karin Simmons als Supervisorin die langjährigste Honorar-Mitarbeiterin im Hospiz-Zentrum. Corinna Woisin bedankte sich im Namen aller Mitarbeiterinnen mit einem großen Blumenstrauß bei ihr. Karin Simmons wird zu Ende 2016 ihr Engagement im Hospiz-Zentrum beenden.

Insgesamt wurden 1.650 Erwachsene und 116 Kinder und Jugendliche durch Ehrenamtliche betreut. Als eines der größten ambulanten Hospize bundesweit mit derzeit 140 Sterbebegleitern bietet das Hospiz-Zentrum seinen Mitarbeitern regelmäßig Fortbildungen und Supervision an und gewährleistet auf diese Weise eine fundierte Ausbildung und Unterstützung durch Fachkräfte vor Ort. Wichtig ist Corinna Woisin der Kontakt zu den Ehrenamtlichen, mit denen alle hauptamtlichen Hospizkoordinatorinnen im engen Austausch stehen. Das Konzept ist erfolgreich, denn viele Sterbebegleiter sind schon seit Jahren bei den Maltesern für das Hospiz-Zentrum Bruder Gerhard aktiv, so Corinna Woisin. Ihr Dank galt den Mitarbeitern, die mit ihrer Zeit und herausragendem Engagement die Hospizarbeit unterstützen und in den letzten 25 Jahren mitgeprägt haben.

170 Gäste feierten im Anschluss im Garten des Hospiz-Zentrums ein Sommerfest. Die Improtheatergruppe „Zuckerschweine“ animierte ihr Publikum zum Mitmachen und sorgte für beste Unterhaltung. Ein gelungener Abschluss, wenn man an die Worte Monika Müllers denkt, die in ihrem Vortrag vom Geist „sich das Leben zu nehmen“ im positiven Sinne sprach: Um Sterbende zu begleiten und angemessen mit Tod und Trauer umzugehen, muss man dem Leben Qualität geben, es erleben und annehmen. Auf der Feier des 25-jährigen Jubiläums des Hospiz-Zentrums wurde war dies spürbar.


Das Hospiz-Zentrum feiert seinen 25. Geburtsag

25 Jahre Malteser Hospiz-Zentrum feiern die Malteser am 10. Juni. Foto: Stefanie Langos

Die alte Backstein-Villa gleich neben der Gemeinde Heilig Kreuz in Volksdorf, beherbergt das Malteser Hospiz-Zentrum Bruder Gerhard. Seit 25 Jahren begleiten dessen ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter schwerstkranke und sterbende Menschen in ihrem vertrauten Zuhause. Dazu gehören seit 20 Jahren auch unterschiedliche Angebote der Trauerarbeit sowie seit fünf Jahren die Begleitung Kindern, Jugendlichen und ihren Familien. In enger Zusammenarbeit mit lokalen Netzwerken und mit Kooperationspartnern erhalten betroffene Menschen Hilfe. Das Hospiz-Zentrum feiert sein 25-jähriges Bestehen am Freitag, 10. Juni 2016 mit 170 geladenen Gästen beim Empfang in der Heilig Kreuz-Gemeinde und anschließendem Sommerfest im Garten des Hospiz-Zentrums.

Mit derzeit 140 ehrenamtlichen Hospizbegleitern ist das Malteser Hospiz-Zentrum eines der größten ambulanten Hospize deutschlandweit. 116 Kinder und Jugendliche und 1650 Erwachsene wurden bisher begleitet. „Die Begleitung der ehrenamtlichen Begleiter ist der Grund unseres Erfolgs“, ist Hospizleiterin Corinna Woisin überzeugt. „Uns ist die intensive Unterstützung unser Mitarbeiter wichtig. Wir bieten ihnen monatlich Supervision an, bei der wir uns austauschen und Erlebtes besprechen.“ Auch regelmäßige Fortbildungen gehören zum Angebot. „Wir sind sehr im Kontakt mit unseren Ehrenamtlichen. Nur so gelingt es, dass sie sich auch langfristig ehrenamtlich engagieren“, so Woisin. Das Konzept funktioniert, denn viele Sterbebegleiter sind schon seit vielen Jahren bei den Maltesern aktiv. „Wir haben tolle Menschen, die für uns tätig sind. Unsere Aufgabe ist es u.a., ihnen Raum zu geben und zu hören, was sie bewegt“, so die 50-Jährige. „Nur wer angemessen mit dem Thema Tod und Trauer umgeht, kann auch selbst gesund bleiben und anderen helfen“, sagt Woisin.

Das Hospiz-Zentrum war einer der ersten ambulanten Hospizdienste in Hamburg. „Wir sind heute ein anerkanntes Teilangebot in der Hospiz- und Palliativlandschaft Hamburgs“, weiß Corinna Woisin.  In den vergangenen 25 Jahren hat sich diese Hospizlandschaft verändert. „Heutzutage begleiten wir eine kürzere Zeit als früher“, sagt sie. Im Durchschnitt zwei bis drei Monate werden Sterbende begleitet. Und das nicht nur Zuhause, sondern auch in stationären Einrichtungen, z.B. Pflegeheimen. Auch das Ehrenamt habe sich verändert. Spendeten anfangs Rentnerinnen, zumeist wohlsituierte Frauen, ihre Zeit, kämen die Helfer heute aus allen Bevölkerungsschichten und stehen oft noch voll im Berufsleben. Das Durchschnittsalter sei mit rund 40 Jahren deutlich jünger als früher. Ebenso seien jetzt  auch mehr Männer als Hospizbegleiter aktiv, so die Pflegewissenschaftlerin.

Im Jahr 2000 stand die Villa von 1925 zum Verkauf, das Verkaufsschild steht heute noch im Keller. Dank des Engagements zahlreicher Förderer unter Peter J. Gerhartz konnte der Verkauf doch noch verhindert werden. „Es wird weiterhin eine große Herausforderung sein, das Haus zu halten und zu erhalten“, ist sich Corinna Woisin sicher. „Und langsam platzen wir auch räumlich aus allen Nähten“. Trotzdem möchte das Team weiterhin breit aufgestellt sein und den Ehrenamtlichen eine gute Atmosphäre im Haus bieten. „Mir ist wichtig, dass der Kontakt persönlich und herzlich bleibt“, so Corinna Woisin.

Menschen bis zum Tod zu begleiten ist ein schwerer, aber auch ein erfüllender Dienst. „Was hier in 25 Jahren entstanden ist und was hier, meist ehrenamtlich, geleistet wurde, ist zutiefst gelebte christliche Nächstenliebe“, sagt die Leiterin. „Unsere Ehrenamtlichen sind Großspender, mit ihrer Zeit und ihrem Engagement unterstützen sie unsere Arbeit im großen Maße, dafür sind wir sehr dankbar. Wir suchen weiterhin Mitstreiter, die uns Zeit oder Geld spenden möchten.“ Denn die Angebote der Trauerbegleitung, wie etwa das Kochen mit Trauernden, das Trauercafé oder die Trauergruppen, werden ausschließlich über Spenden finanziert.
Am 10. September gibt es im Malteser Hospiz-Zentrum noch einen Grund zu feiern: der Kinder- und Jugendhospizdienst wird 5 Jahre alt. Dann sind ein Sponsorenlauf und ein buntes Familienfest geplant, zu dem alle Bürger, Ehrenamtlichen und Familien eingeladen sind, die bisher begleitet wurden.


500 Euro für den ambulanten Kinder-und Jugendhospizdienst

Christian Kipper, Geschäftsführer der Deutschen Fernsehlotterie, überreicht Roswitha Brandt den Spendenscheck. Foto: Deutsche Fernsehlotterie

Über eine Spende von 500 Euro von der "Town&Country Stiftung" freut sich der Kinder- und Jugendhospizdienst des Malteser Hospiz-Zentrums Bruder Gerhard in Volksdorf. Die Stiftung kooperiert mit der Deutschen Fernsehlotterie. Mit ihrem jährlichen Stiftungspreis vergibt sie Gelder für gemeinnützige Einrichtungen, Vereine und Projekte. In diesem Jahr unterstützt sie auch die Trauerarbeit im Kinder-und Jugendbereich der Malteser in Hamburg. Christian Kipper, Geschäftsführer der Deutschen Fernsehlotterie, überreichte den Spendenscheck an Rowitha Brandt, Mitarbeiterin des Kinder- und Jugendhospizdienstes, die mit ihm über die Arbeit des Dienstes sprach.

Neben der Unterstützung und Begleitung von Familien mit lebensverkürzt erkrankten Kindern, ist die Trauerarbeit ein weiterer Schwerpunkt des ambulanten Kinder-und Jugendhospizdienstes. Dieser berät betroffene Familien, bietet eine Kindertrauergruppe an und begleitet Projekte in Kindertagesstätten und Schulen zu den Themen „Abschied, Sterben, Tod und Trauer“. Ein herzliches Dankeschön an die "Town&Country Stiftung".


Vernissage: »Ursula Schultz-Spenner – Stadt-Land-Fluss«

Zur Ausstellungseröffnung »Ursula Schultz-Spenner – Stadt-Land-Fluss« am Freitag, 27. Mai um 18 Uhr lädt der Hospiz-Freundeskreis Bruder Gerhard e.V. ins Malteser Hospiz-Zentrum, Halenreie 5, nach Hamburg-Volksdorf ein.
Die Künstlerin Ursula Schultz-Spenner, Malerin und Grafikdesignerin, fängt mit ihren farbenfrohen Monotypien, Jahreszeiten, Sonnenlicht, welches Dinge glitzernd spiegeln lässt, unsere bunten abwechslungsreichen Lebensräume eindrucksvoll ein. Bei einer Monotypie wird auf Glas- oder Metallplatten gezeichnet und gemalt. Die nasse Farbe, sei es Gouache, Eitempera, Acryl, Öl, oder Mischtechniken, wird dann direkt auf das Papier gedruckt. Durch die manuellen Abdrücke entstehen häufig Verläufe mit unvorhersehbaren Formen, die den Reiz dieser Technik, die Malerei, Zeichnung und Grafik verbindet, ausmacht. Die Hamburgerin Dr. Maike Bruhns, Kunsthistorikerin, Autorin und Kuratorin, wird in die Ausstellung einführen.

Die Ausstellung wird bis zum 23. August 2016 gezeigt. Besichtigungstermine können direkt
unter Tel. 040 - 603 3001 vereinbart werden. Für mehr Informationen wenden Sie sich bitte an: Corinna Woisin (Hospizleitung), unter Telefon 040/603 3001 oder per E-Mail an corinna.woisin(at)malteser(dot)org.


Sterbende begleiten lernen - neues Kursangebot startet im Oktober 2016

Referenten aus dem Malteser Hospiz-Zentrum vermitteln den ehrenamtlichen Hospiz-Begleitern Kenntnisse. Foto: Malteser Hospiz-Zentrum Bruder Gerhard

Das Malteser Hospiz-Zentrum Bruder Gerhard und das Malteserstift Bischof-Ketteler starten im Oktober einen neuen Grundkurs für die Befähigung von ehrenamtlichen Hospiz-Begleiter/innen. Der Kurs umfasst 50 Unter- richtsstunden von Oktober bis Dezember 2016. Im Anschluss an den theoretischen Teil des Grundkurses kann ein Praktikum im Malteserstift geleistet werden.

Nach Abschluss des Grundkurses erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat. Der Kostenbeitrag für den Grundkurs liegt bei 130 Euro inklusive Arbeitsmaterialien und Pausenverpflegung.

Die Veranstalter laden herzlich zu einem Informationsabend ein, auf dem das Kursangebot Interessierten näher vorgestellt wird. Dieser findet am Dienstag, den 11. Oktober 2016 von 18:30 bis 20:30 Uhr in den Räumen des Malteserstift Bischof-Ketteler, Kettelerweg 5, 22457 Hamburg statt.

Ansprechpartner ist Herr Uwe Enenkel unter Tel. 040 603 3001 vom Malteser Hospiz-Zentrum Bruder Gerhard. Weitere Infos zu den Kursinhalten sowie der Anmeldung entnehmen Sie dem Schulungs-Flyer zum Grundkurs 2016.


Großzügige Spende des Basar-Teams der Kirchengemeinde Heilig Kreuz in Volksdorf

"Adventskranz to go" auf dem Novemberbasar zugunsten der Kinder- und Jugendhospizarbeit. Foto: U. Krümel

Der ambulante Kinder-und Jugendhospizdienst freut sich sehr über eine Spende von rund 5.600 Euro vom Basar-Team der Katholischen Kirchengemeinde Heilig Kreuz in Volksdorf. Das ehrenamtliche Basar-Team hat in ihrer zweijährigen Vorbereitungszeit viel Zeit investiert und mit großem Engagement, Herz und Kreativität gebastelt, genäht, gebacken und gekocht und im November 2015 einen Adventsbasar in sehr schöner und liebevoller Atmosphäre gestaltet.

Schon zum dritten Mal erfährt der Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser durch eine Spende vom Basar-Team große Unterstützung für seine Arbeit. Dafür an alle fleißigen Helfer, Spender und Sponsoren ein ganz großes Dankeschön!


In der Trauer nicht allein - neue Trauergruppe ab 3. Mai

Trauer gemeinsam bewältigen. Foto: SueSchi/pixelio.de

Das Malteser Hospiz-Zentrum Bruder Gerhard bietet Trauernden die Möglichkeit, ab Dienstag, 3. Mai an einer Trauergruppe teilzunehmen. Die Treffen finden in regelmäßigen Abständen in der Halenreie 5 jeweils dienstags in der Zeit von 17 bis 19 Uhr statt. Für die Teilnahme an der Gruppe wird ein Vorgespräch angeboten. Interessierte erhalten nähere Informationen unter Tel.: 603 3001.

Nach dem Tod eines nahestehenden Menschen stehen viele Trauernde oft alleine vor neuen Herausforderungen. Mit dem Schmerz über den Verlust sind auch Gefühle wie Angst, Einsamkeit, Wut, Schuld und Hilflosigkeit verbunden. In dieser Situation kann die Teilnahme an einer Trauergruppe hilfreich sein. In der Gruppe treffen sich Menschen im geschützten Rahmen mit ähnlichen Erfahrungen. Die entstehende vertraute Atmosphäre bietet die Grundlage, um eine Strecke der Trauerwege gemeinsam zu gehen. Zwei erfahrene Trauerbegleiterinnen leiten die Gruppe. Die Kosten pro Treffen betragen 10 Euro.

Weitere Angebote
Weiterhin findet das Trauercafé im Malteser Hospiz-Zentrum statt. Jeden letzten Donnerstag im Monat von 16 bis 18 Uhr haben Hinterbliebene die Möglichkeit, bei einer Tasse Kaffee und Kuchen mit Gleichbetroffenen ins Gespräch zu kommen. Eine Anmeldung hierzu ist nicht nötig. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit, am Kochen mit Trauernden teilzunehmen oder durch eine Trauereinzelbegleitung unterstützt zu werden.

Für mehr Informationen und Fragen wenden Sie sich bitte an: Claudia Trilk, unter Tel. 603 3001 oder per E-Mail an claudia.trilk(at)malteser(dot)org.


Bereichernd und berührend - 16 neue Trauerbegleiterinnen

„Dieser Kurs war bereichernd für meine Persönlichkeit“, berichtet eine Teilnehmerin des Trauerbegleitkurses, „wir durften weinen, haben aber nicht nur geweint“, sagt eine andere. Was es auch ist, was jede der 16 Frauen berührt hat, sie haben eines gemein: alle haben den Befähigungskurs erfolgreich absolviert und können ab sofort offiziell als Trauerbegleiterinnen tätig werden.

Gleich zu Anfang des Kurses haben sich die Teilnehmerinnen auf das schwere Thema der eigenen Trauer eingelassen. „Wir haben sie im Kloster Nütschau mit extremen Tiefen konfrontiert“, so Conny Wolff vom Trauerinstitut Deutschland, die mit Claudia Trilk den Kurs leitete. Verschiedene Trauerwege, Rituale in der Trauerbegleitung oder der Umgang mit Schuld und Scham, die Damen haben sich mit den verschiedensten Themen beschäftigt. „Wir vermitteln hier eine Haltung, d.h. wie begegne ich meinem Gegenüber in der Trauer?“, sagt Kursleiterin Wolff. Aller Motivation der Kursteilnehmerinnen zum Trotz, zeigten sich im Laufe des Kurses auch immer wieder die Herausforderung der Trauerbegleitung. „Schaffe ich das? Bekomme ich das auch wirklich hin?, ein solches Ringen gehört dazu“, ist sie sich sicher.

Für Teilnehmerin Sabine Fischer-Happel gehört die Trauer einfach zum Leben dazu. Andere in ihrer Trauer begleiten zu dürfen, sei für sie ein Geschenk. Besonders bewegt hat sie dieser Auftrag: „Wir haben einen Brief an uns selbst geschrieben. Ich habe in meinem Leben noch nie einen so berührenden Brief bekommen. Ich habe ihn seither mehrfach durchgelesen. Er ist ein ganz wertvoller Schatz in meinem Leben“, sagt Fischer-Happel. Alle Damen sind bereits ausgebildete Sterbebegleiterinnen. Ein nötiger erster Schritt im Hospiz-Zentrum bevor Ehrenamtliche Trauernde begleiten dürfen. „Ich wollte gern sofort Trauerbegleiterin werden, aber das ging nicht. Ich musste erst den Umweg über die Sterbebegleitung gehen. Das ist sehr sinnvoll. Ich habe mich, meine Qualitäten als Begleiterin besser kennengelernt, zum Beispiel mich zurückzunehmen“, so Madlon Kroll. Für die Alsterdorferin sei es spannend, herauszufinden, wo die eigenen Kraftquellen des Trauernden lägen und zu helfen, diese zu aktivieren.

Zur Übergabe der Zertifikate, dankte Diözesangeschäftsführer Alexander Becker den Teilnehmerinnen für ihr Engagement: „Trauerarbeit ist kein Abfallprodukt der Sterbebegleitung. Sie hat ihren Raum, ihren Platz bei uns. Die Trauerarbeit ist gewollt. Danke, dass Sie diesen Platz einnehmen.“ Maßgeblich finanziert wurde der Kurs von zwei Stiftungen und dem Hospiz-Freundeskreis Bruder Gerhard e.V.
Das Hospiz-Zentrum Bruder Gerhard freut sich nun rund 30 geschulte ehrenamtliche Trauerbegleiterinnen in der Trauerarbeit einsetzen zu können. „Einen Menschen auf dem Weg zurück ins Leben zu begleiten, finde ich besonders reizvoll. Ich freue mich so auf die Arbeit und hoffe, es geht bald los“, sagt Madlon Kroll strahlend.


Umgang mit Enttäuschungen in der Sterbebegleitung - 4. Walddörfer Hospiztag

Informativ und gut besucht, der 4. Walddörfer Hospiztag. Foto: Claudia Trilk

Rund 200 Zuhörer lauschten beim 4. Walddörfer Hospiztag am Donnerstag, 25. Februar dem Vortrag von Dr. Daniela Tausch, die über den „Umgang mit Enttäuschungen in der Sterbebegleitung“ sprach. Der Hospiz-Freundeskreis Bruder Gerhard e.V. des Malteser Hospiz-Zentrums und die Freunde und Förderer des Diakonie Hospiz Volksdorf hatten Begleiter und Interessierte ins Amalie-Forum des Ev. Amalie Sieveking-Krankenhauses eingeladen. Dr. Daniela Tausch, Psychotherapeutin in Würzburg, Psychoonkologin und Initiatorin des Stuttgarter Hospizes, sprach über Erwartungen und Enttäuschungen von Haupt- und Ehrenamtlichen sowie Angehörigen in der Begleitung von Sterbenden.  Die Referentin stellte hilfreiche Sichtweisen und Perspektiven dar, wenn ein "sanftes Sterben" nicht gelingt. Trotz hohen Engagements und Einfühlungsvermögens kann es passieren, dass die begleitende Person vom Sterbenden abgelehnt wird. Was diese Zurückweisung mit Menschen macht, die einem anderem Menschen auf seinem letzten Lebensweg beistehen, erläuterte die Referentin den Gästen.


Sterbende begleiten lernen - neuer Kursdurchgang für Ehrenamtliche

Am Ende des Lebens nicht allein dank ehrenamtlicher Hospiz-Begleiter. Foto: Stefanie Langos

Das Malteser Hospiz-Zentrum startet am 1. April 2016 einen neuen Kurs „Sterbende begleiten lernen“ für die Befähigung von ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen. Der Kurs dient der Vorbereitung zur Begleitung von Menschen im Hamburger Nordosten, einschließlich der Region um Langenhorn, Bramfeld und Wandsbek, die mit Sterben, Tod und Trauer konfrontiert sind. Der Grundkurs umfasst 50 Unterrichtsstunden in der Zeit vom 01.04.2016 – 25.06.2016 und kostet 130 Euro.
Ein kostenloser Informationsabend findet am Dienstag, 23. Februar von 18:30 bis 20:30 Uhr im Malteser Hospiz-Zentrum Bruder Gerhard, Halenreie 5, 22359 Hamburg-Volksdorf, statt. Bitte melden Sie sich hierfür an. Für mehr Informationen und Fragen stehen Ihnen zur Verfügung: Astrid Karahan und Corinna Woisin unter Tel. 603 3001, hospiz-zentrum.hamburg(at)malteser(dot)org.


"Umgang mit Enttäuschungen in der Sterbebegleitung"

Die meisten Menschen möchten am Lebensende nicht allein sein. Foto: CandyBox/fotolia.com

Zum 4. Walddörfer Hospiztag am Donnerstag, 25. Februar um 19 Uhr laden die Freunde und Förderer des Diakonie-Hospizes Volksdorf und der Hospiz-Freundeskreis Bruder Gerhard e.V. des Malteser Hospiz-Zentrums Bruder Gerhard ins amalieFORUM des Ev. Amalie Sieveking-Krankenhauses, Hasselkamp 33, in 22359 Hamburg, ein. Dr. Daniela Tausch, psychologische Psychotherapeutin aus Würzburg, spricht über den Umgang mit Enttäuschungen in der Sterbebegleitung. Der Eintritt ist frei. Herzliche Einladung an alle Begleiter/innen und Interessierte.


Zum Tag der Kinder- und Jugendhospizarbeit am 10. Februar

Dank des medizinischen Fortschritts leben auch Kinder mit einer lebensverkürzenden Krankheit immer länger und erreichen häufiger als früher das Erwachsenenalter. Für die Eltern, Angehörigen und die professionellen Begleiter verändern sich die Aufgaben.
Pubertät, Ende der Schulausbildung, Wunsch nach eigenständigerem Wohnen und Arbeiten stellen sich den Eltern als besondere Herausforderung. Die soziale und medizinische Versorgung jedoch muss trotz dieses Abnabelns auf sehr hohem Niveau auch bei jungen Erwachsenen weiter erfolgen. Dabei ist die Versorgungslage zum Beispiel im Rahmen der Speziellen Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) für Kinder und Jugendliche noch schlechter als für (ältere) Erwachsene. „Es gibt zu wenige Kinderärzte mit palliativer Qualifikation“, sagt Ramona Bruhn-Tobler, Leiterin des ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes im Malteser Hospiz-Zentrum Bruder Gerhard, und sieht insbesondere im ländlichen Raum zu wenig Unterstützung für die Familien.

Die ehren- und hauptamtlichen Hospizbegleiter stellen sich auf eine immer längere Begleitung und Entlastung der Familie ein. Diese dauert bisher in der Regel einige Monate bis wenige Jahre. Weil die Herausforderungen steigen, muss die Qualifizierung der Hospizbegleiter weiter ausgebaut werden. Das kostet Geld, das durch Spenden akquiriert werden muss, da die Krankenkassen nur 70 Prozent der hauptamtlichen Koordinierungsstelle bezahlen.

Immer näher rückt die hospizliche Begleitung lebensverkürzend erkrankter Kinder und Jugendlicher an die in der Behindertenhilfe betreuten Menschen heran. „Hier gilt es Brücken zu schlagen“, fordert Ramona Bruhn-Tobler, da sich Träger, Organisationen und Mitarbeiter der Behindertenhilfe meist erst in Ansätzen mit der Begleitung von Menschen mit Behinderung am Lebensende und in der Trauer auseinandersetzen.


Das neue Jahr begrüßt und der Verstorbenen gedacht

Zahlreiche Menschen waren auch 2015 dank ehrenamtlicher Begleiter am Lebensende nicht allein. Foto: Stefanie Langos

„Das ist Hospizarbeit, keine Weg ist uns zu weit, kein Wetter zu schlecht“, mit diesen Worten eröffnete Corinna Woisin den traditionellen Neujahrsempfang des Malteser Hospiz-Zentrums am Dienstag, 19. Januar. Denn verschneit präsentierte sich Volksdorf an diesem Abend. Rund 80 ehrenamtliche Mitarbeiter/innen waren trotz des winterlichen Wetters ins Hospiz-Zentrum gekommen, um auf 2015 zurückzublicken und das neue Jahr zu feiern. „Herzlichen Dank für Ihr Engagement. Es ist ein klares Zeichen, dass Sie für das Leben setzen“, sagte Diözesangeschäftsführer Alexander Becker. Er freue sich auf das Jubiläumsjahr, so Becker. In 2016 feiert das Hospiz-Zentrum bereits sein 25-jähriges und der Kinder- und Jugendhospizdienst sein fünfjähriges Bestehen. Auch der in 2015 verstorbenen Menschen gedachten die Anwesenden. Die Namen der zahlreichen Begleiteten wurden auf Steine geschrieben und in einer Glasvase gesammelt. Zum Sommerfest werden die Steine in den Garten des Hospiz-Zentrums gelegt und so symbolisch der Natur übergeben. Bei Linsen- und Lauchsuppe, vielen anderen herzhaften und süßen Leckereien und guten Gesprächen klang dieser gemütliche Abend für das Ehrenamt aus.


Neue Kindertrauergruppe ab dem 11. Januar

Hier können Kinder ihrer Trauer Ausdruck verleihen. Foto: Ramona Bruhn-Tobler

Die nächste Trauergruppe für Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren wird das Malteser Hospiz-Zentrum Bruder Gerhard ab dem 11. Januar 2016 gemeinsam mit dem Hamburger Zentrum für Kinder und Jugendliche in Trauer e.V. in Hamburg-Volksdorf beginnen. In der Trauergruppe sollen die jeweiligen Bedürfnisse von Kindern, die ihren Vater, ihre Mutter, Bruder oder Schwester verloren haben, im Mittelpunkt stehen. Kreative und spielerische Methoden werden in die Begleitung mit einbezogen, um so altersgerecht Unterstützung anzubieten. Unter Leitung der Kinder- und Jugendtrauerbegleiterinnen Ramona Bruhn-Tobler (Malteser Hospiz-Zentrum) und Maria Traut (Hamburger Zentrum für Kinder und Jugendliche in Trauer e.V.) treffen sich die Teilnehmer in einem zweiwöchigen Rhythmus im Malteser Hospiz-Zentrum, Halenreie 5, in 22359 Hamburg. Eine Anmeldung ist erforderlich. Für mehr Informationen wenden Sie sich bitte an Ramona Bruhn-Tobler unter Tel. 040 603 3001 oder per E-Mail an ramona.bruhn(at)malteser(dot)org.

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