Navigation
Malteser Hamburg

In Afrika drohen 1,4 Millionen Kinder zu verhungern

Malteser versorgen Kinder im Südsudan und in Kenia

22.02.2017
Tod und Dürre in Kenia. Foto: Malteser International
Tod und Dürre in Kenia. Foto: Malteser International

Südsudan/Kenia. Es sind zuallererst die Kinder: In Somalia, Nigeria, Jemen und im Südsudan drohen mehr als eine Million Mädchen und Jungen zu verhungern, melden die Vereinten Nationen. Auch in anderen afrikanischen Ländern spitzt sich die Lage zu. Vor allem, weil es viele Monate nicht mehr geregnet hat. „Im Schatten der Krise im Nahen Osten zeichnete sich seit Längerem in Teilen Afrikas wegen der immer verheerender werdenden Dürre eine Katastrophe ab. Jetzt benötigen die Menschen schnell Hilfe, damit sie nicht verhungern“, sagt Roland Hansen, Leiter der Afrika-Abteilung bei Malteser International.

Es gibt weitere Ursachen für die Hungersnot. Im Südsudan tragen der anhaltende Bürgerkrieg und die explodierende Inflation dazu bei, dass allein rund 100.000 Menschen vom Hungertod bedroht sind, fünf Millionen Menschen sind auf Lebensmittelhilfe angewiesen. Die Malteser müssen immer mehr Kinder mit Lebensmitteln versorgen, um die größte Not zu lindern.

In der Hauptstadt Juba bekommen 2.000 Kinder in der Schule eine warme Mahlzeit. In der Stadt Wau werden in Kürze weitere 3.000 Kinder, darunter sowohl Vertriebene als auch Kinder aus den aufnehmenden Gemeinden, eine Schulspeisung erhalten. Die Malteser unterstützen die Einheimischen beim Anbau von Getreide und Gemüse. Der anhaltende Bürgerkrieg macht die Landwirtschaft immer schwieriger und die Preise für die Grundnahrungsmittel steigen ins Unermessliche. Damit die Menschen wenigstens mit sauberem Trinkwasser versorgt werden, haben die Malteser für Binnenflüchtlinge in Wau 18 Bohrlöcher gebohrt. In der Stadt Wau leben 45.000 Vertriebene auf engsten Raum in Camps.

Auch im Norden Kenias wird die Situation für die Menschen immer schwieriger. Seit Monaten hat es nicht geregnet. Insgesamt sind allein in dieser Region rund 2,7 Millionen Menschen von der Dürre betroffen. In Marsabit County ist die Not der Menschen besonders groß. Mehr als jedes zweite Kind ist unterernährt. 80 Prozent der Tiere der ausschließlich von Viehwirtschaft lebenden Menschen sind bereits gestorben. Die Menschen verfügen über keine Mittel mehr, um Nahrung zu kaufen oder sich von ihren Nutztieren zu ernähren. Die örtliche Gesundheitsstation verteilt derzeit mit Unterstützung der Malteser Zusatznahrung an mangel- und unterernährte Kinder. Außerdem erhalten 2.500 Familien Maismehl und Bohnen.

Roland Hansen, Leiter der Afrika-Abteilung von Malteser International, steht für Interviews und O-Töne zur Verfügung. Vermittlung unter Telefon Tel. 0221 / 9822-120.

Weitere Informationen


Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE72 3706 0120 1201 2240 19  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7