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Malteser Hamburg

Zeugnisse für die ersten beiden Notfallsanitäter der Malteser Hamburg

27.07.2018
Strahlende Gesichter (v.l.n.r.): Anselm Langhein, Lehrer Thomas Sörensen und Lena-Sophie Magnus. Foto: Stefanie Langos

Hamburg. Lena-Sophie Magnus und Anselm Langhein sind die ersten beiden Absolventen der dreijährigen Notfallsanitäterausbildung des Malteser Hilfsdienstes in Hamburg. Heute übergab Thomas Schulz, Leiter des Bildungszentrums Schlump, die Zeugnisse über die staatliche Prüfung an die 18 erfolgreichen Absolventen des 2014 neu geschaffenen Ausbildungsberufes. Die Übergabe fand im Bildungszentrum Schlump statt.

Notfallsanitäter sind oft die Ersten am Unfallort oder dort, wo Menschen im Notfall medizinische Hilfe brauchen. Damit tragen sie auch hohe Verantwortung für das Leben ihrer Patienten. Lena-Sophie Magnus und Anselm Langhein wurden auf der Lehr-Rettungswache des Malteser Hilfsdienstes in Hamburg-Steilshoop, im Bildungszentrum Schlump und an einer Hamburger Klinik auf die Anforderungen im Rettungsdienst vorbereitet. Auch Praxiseinheiten bei einer Hamburger Werksfeuerwehr, beim Technischen Hilfswerk und in der Gerichtsmedizin waren Bestandteil der dualen Ausbildung.

Wachleiter Markus Glodeck hat die beiden auf der Lehrrettungswache der Malteser ausgebildet. Er weiß, dass man als Notfallsanitäter nicht nur eine gute Ausbildung, sondern auch spezielle Kompetenzen braucht: „Wir möchten, dass der Patient rundum gut versorgt wird. Dazu gehören auch gute Kommunikation mit dem Patienten und den Mitarbeitern im Krankenhaus, Teamfähigkeit und interkulturelle Kompetenzen“, sagt Glodeck.

Lena-Sophie Magnus ist bereits seit zehn Jahren ehrenamtlich bei den Maltesern aktiv, erst als Schulsanitäterin, später als Einsatzsanitäterin. Während einer ihrer ersten Einsätze als ehrenamtliche Sanitäterin musste sie mit einem erfahrenen Kollegen einen Menschen reanimieren. Nach diesem Erlebnis stellte sich die Kielerin die Frage, ob das der richtige Zeitpunkt wäre, um aufzuhören oder eine professionelle Ausbildung zu beginnen. Sie entschied sich für die Ausbildung und wird den Maltesern nach ihrem Abschluss erhalten bleiben. Die 21-jährige Notfallsanitäterin wird zukünftig das Team der Rettungswache in Steilshoop verstärken.

Anselm Langhein hingegen möchte gern Medizin studieren. Ohne medizinische Vorkenntnisse wollte der gebürtige Wolgaster aber nicht einfach ins Studium starten: „Der Notfallsanitäter erschien mir am sinnvollsten, medizinisches Wissen zu lernen und zu verinnerlichen.“ Außerdem konnte der 23-jährige Wolgaster so die Wartesemester bis zum Studienbeginn sinnvoll überbrücken.

Die Ausbildung zum Notfallsanitäter wurde 2014 eingeführt. Sie löste die zweijährige Ausbildung zum Rettungsassistenten ab und ist besonders praxisnah. Die Auszubildenden werden für drei Jahre angestellt und erhalten ein Ausbildungsgehalt. Während der Ausbildung wechseln sich schulische und praktische Lehreinheiten ab. Die Ausbildung endet mit einer staatlichen Prüfung.

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